Vom Mythos eines Henry-Ford-Zitats

Oft zitiert, aber nie hinterfragt? | Juli 2018

Es gibt viele gute, nachdenkenswerte Zitate des US-amerikanischen Gründers der Ford Motor Company. Mit dem Mythos eines Zitates, das immer wieder in den Köpfen herumgeistert, sollte aber Schluss sein – zum Vorteil jedes Unternehmens.

 

„Fünfzig Prozent bei der Werbung sind immer rausgeworfen. Man weiß aber nicht, welche Hälfte das ist“, soll Henry Ford einmal gesagt haben. 

Wie kam er zu diesem Ergebnis? Wie könnte ein solches Ergebnis bemessen, eine solche Aussage belegt werden? Und welchen Effekt hat er innerhalb welches Zeitraumes erwartet?

Es ist natürlich möglich, bei bestimmten Werbeformen einen direkten, positiven Effekt auf die Geschäftsentwicklung zu verzeichnen – aber „Werbung“ kann noch viel mehr, und keine Aktivität bleibt unbeachtet.

Unterschiedliche Kommunikationsmaßnahmen – die häufig einfach unter dem Begriff „Werbung“ zusammengefasst werden – bieten verschiedenste Wirkungsweisen. Sie reichen vom kurzfristigen Kaufanreiz bis zur langfristigen Imagebildung, die Kunden auf Jahre hinaus an ein Unternehmen oder eine Marke bindet und nachwachsende Interessentengruppen einbezieht.

Jede Form von Werbung und Kommunikation hat Einfluss auf Kunden und Interessenten. Sie nehmen jede Maßnahme wahr. Nichts bleibt wirkungslos. „Rausgeworfen“ ist nur, was nicht in der gewünschten Weise wirkt.

Vielleicht berichte ich an dieser Stelle einmal über ein anderes Henry-Ford-Zitat, in diesem Falle aber halte ich es lieber mit Philip D. Stanhope: „Was verdient, getan zu werden, verdient auch, gut getan zu werden.“

Dann sind auch die anderen „fünfzig Prozent bei der Werbung“ wirkungsvoll.

Beste Grüße

Katja Moldenhauer


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